Linksjugend ['solid] Augsburg
Wir wollen eine Welt, in der Menschen friedlich, frei, gesund und gleichberechtigt leben können. Weil uns der Kapitalismus Menschenwürde, Gerechtigkeit, unzerstörte Natur, Freiheit, Demokratie und Gleichberechtigung nicht geben kann, haben wir uns in einem sozialistischen Jugendverband zusammengeschlossen. Unser Ziel ist und bleibt:
<<alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.<< Karl Marx
Wir wollen nicht weniger als die Welt verändern!
280 Mio. Menschen sind unterernährt, die bestehende Landwirtschaft könnte jedoch die doppelte Weltbevölkerung ernähren. Von diesen Beispielen gibt es viele , für uns ist klar: ein derart blutiges Wirtschaftssystem gehört bekämpft. Wir wollen eine kooperative Wirtschaft, in einer von Mitbestimmung und Freiheit geprägten Gesellschaft, nicht in ferner Zukunft, sondern so schnell wie möglich! Die Überwindung kapitalistischer Produktions und Herrschaftsverhältnisse ist dafür notwendig. Wir wissen, dass es immer Probleme geben wird, wir glauben nicht ans Paradies , wir streiten für eine Welt, in der alle Zugang zu Medizin, Nahrung und Bildung haben , und wissen, dass dies möglich ist! Eine Gesellschaft ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg! Ein menschenwürdiges Leben für uns alle ist es wert erstritten zu werden. Als SozialistInnen, KommunistInnen, AnarchistInnen kämpfen wir für eine libertäre, klassenlose Gesellschaft jenseits von Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat.
Gemeinsam arbeiten, damit:
- Gleichberechtigung keine leere Worthülse bleibt
- der Mensch nicht auf seine Produktivität reduziert wird
- es eine gerechte Teilung von Arbeit und Wohlstand gibt
- Globalisierung nicht Ausbeutung und Elend bedeutet
- Wir alle gemeinsam von der Weltschöpfung profitieren können
- Ein nachhaltiger und umweltgerechter Umgang mit Rohstoffen geübt wird
- Bildung zur Bereicherung aller wird und nicht weiterhin ein Privileg bleibt
- Schulbildung, Förderung und Motivation bedeutet .. und nicht Leistungsdruck und Selektion
- Nazis in Deutschland nicht heimisch werden
- wir mehr Demokratie wagen können
- Die Menschen- und Bürgerrechte nicht unwidersprochen zersetzt werden können
- Konflikte nicht mehr militärisch, sondern ursächlich und friedlich gelöst werden können
- niemand mehr in den Krieg ziehen muss und Rüstungsgüter nicht mehr produziert werden
- Rassismus, Faschismus und Intoleranz keine Chance mehr haben
Gemeinsam die Welt verändern, für eine Zukunft in der wir ALLE leben können.
Es reicht nicht, von einer besseren Welt zu reden. Wir müssen sie uns erschaffen. Hier und jetzt. Linke Politik darf nicht nur im Kopf stattfinden, sondern muss so radikal wie die Wirklichkeit gelebt werden.
Sei es die Schaffung linker Kulturzentren, alternatives Wohnen, bloßes solidarisches Miteinander, gesellschaftskritische Musik, Literatur oder Kunst, ökologische Lebensführung oder ein anderer Ansatz , wir heißen jedes emanzipatorisches Projekt gut, das Möglichkeiten jenseits des Kapitalismus aufzeigen will.
Wir treten dafür ein, uns Freiräume zu erkämpfen; jede Nische, die sich uns bietet, kreativ und einfallsreich mit neuen Ideen auszufüllen. Bestehende linke Zentren und Projekte müssen verteidigt und gehalten, neue von uns in Anspruch genommen und aufgebaut werden.
Unser Jugendverband bildet eine Plattform, die als Teil von Bewegungen in die Gesellschaft wirken will und als Jugendverband in die Partei DIE LINKE wirken wird. Als Teil eines europäischen Netzwerkes aus unterschiedlichen Verbänden wollen wir auch eine internationale Ausstrahlungskraft entwickeln. Als offene und plurale linke Organisation suchen wir die Zusammenarbeit mit anderen BündnispartnerInnen und arbeiten nach basisdemokratischen Prinzipien. Als Jugendverband der sich vom klassischen Parteijugendmodell verabschiedet hat, sind wir keine Kaderschmiede und wollen auch keine sein. Daher ist es unser Ansatz, auf allen Ebenen Hierarchien jedweder Art abzubauen. Wir wollen gemeinsam stark werden und übernehmen Verantwortung füreinander.
Politische Organisierung die zum <<Durchlauferhitzer<< wird oder nur als<<Sprungbrett<<dient, betrachten wir als schädlich. Linke Organisierung ist für uns kein Hobby oder eine jugendliche Phase, sondern notwendiger Widerstand gegen die herrschenden Verhältnisse.
So radikal wie die Wirklichkeit, leben wir den Widerstand!
Die fortschreitende Vernichtung unserer Umwelt, der Raubbau an fossilen Rohstoffen, das Artensterben und die Klimaveränderung mit Wüstenbildung, Unwetter und Überschwemmungen, durch Luft- und Wasserverschmutzung, die Überfischung, die Grausamkeiten der Ausbeutung tierischen Lebens, intensivierte Landwirtschaft, gentechnisch veränderte Nutzpflanzen etc. sind Ergebnisse und Phänomene eines kapitalistischen Wirtschaftssystems. Dieses ist auf ständiges Wachstum angewiesen und steht so im dauernden Konflikt mit begrenzten Rohstoffen und Aufnahmekapazitäten der Natur.
Unter den Folgen des Klimawandels leiden vor allem die BewohnerInnen der armen Länder, die ihn am wenigsten zu verantworten haben. Steigende Energiepreise und Heizkostentreffen auch in den Industrieländern vor allem ärmere Teile der Bevölkerung und vertiefen soziale Spaltungen.
Infolge der Umweltzerstörung kommt es außerdem zu gewaltigen Fluchtbewegungen von Menschen, deren Leben existentiell bedroht wird. Die ökologische Frage ist daher gleichzeitig eine soziale Frage.
Auch deshalb können wir uns nicht darauf verlassen, dass der technische Fortschritt die Probleme von alleine löst. Elitäre Lösungen, die den Verbrauch von Rohstoffen faktisch nur noch einer kleinen privilegierten Gruppe gestatten wollen, lehnen wir ab. Auch individuelle Antworten wie Änderungen des Konsumverhaltens oder Mülltrennung können die Probleme leider nicht lösen.
Deshalb wollen wir eine sozialistische Gesellschaft, in der wir demokratisch entscheiden können, was wie produziert wird und wie wir unsere Rohstoffe verwenden.
Die Welt ist zu kostbar, um ihre Rettung in der Hoffnung auf eine künftige solidarische Weltgemeinschaft von morgen zu verschieben. Deshalb müssen wir schon heute vor der Etablierung einer sozialistischen Welt Lösungen finden und aktiven Umweltschutz betreiben, damit wir die Erde den nachfolgenden Generationen besser hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben. Wir fordern daher Investitionen in nachhaltige Energieerzeugung, in energiesparende Bauweisen und eine Abwendung von Atomkraft und konventionell angetriebenen Kraftfahrzeugen, eine Umorientierung der Verpackungsindustrie hin zu biologisch abbaubaren Verpackungen sowie Alternativen zur Gentechnik wie z.B. Smart Breeding. Ein Rückgriff auf regional erzeugte Lebensmittel, die ohne lange Transportwege und damit umweltfreundlicher zum Verbraucher kommen, betrachten wir nicht als Rückschritt.
Die Ausweitung des ÖPNV, seine Unentgeltlichkeit sowie der Ausbau von Fahrradwegenetzen und die Einrichtung von Umweltzonen sollen unsere Kommunen lebenswerter machen.
(zwei unserer Mitglieder sind im Vorstand der Partei die LINKE Augsburg vertreten ... Franziska Kramer und Frederik HIntermayr ) siehe hierzu


